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Fahr Rad - Entdecke die Welt neu

Radkilometer 2018-04-19: 1260 km

Fahrradfreundliche Stadt

Einfahrt in die Sedanstraße

sedan
Osnabrück, Sedanstraße (foto © 2018-04 ul)

Als ich letzten Dienstag in die Sedanstraße einfahre wollte, stoppte eine rotweiße Barriere meine Fahrt zur Arbeit - Anlass, inne zu halten und das Ganze genauer zu betrachten. Dabei sind einige Fotos entstanden, die ich den Besuchern dieser Website nicht vorenthalten will.

Beim Betrachten der Fotos habe ich mich mal wieder köstlich amüsiert, und zwar darüber, wie vollkommen unsinnige Schilderwälder produziert werden, wo es doch eigentlich darum gehen sollte, dass die Stadt Osnabrück sich wenigstens bemüht, dem kürzlich verliehenen Titel "Fahrradfreundliche Stadt..." gerecht zu werden. Dazu würde auch ein vernünftiges Baustellen-Management gehören, das den Baufirmen jedes Mal auf die Finger schaut, wenn eine neue Baustelle eingerichtet wird - und dabei den Radverkehr berücksichtigt, vor allem wenn es sich um so wichtige Verbindungen handelt. Mir drängt sich schon seit längerem der Verdacht auf, dass es vor allem die Baustellen der Stadtwerke sind, in denen man schaltet und waltet, wie es beliebt.

Zu Bild 1

    - Fußgängern wird ausdrücklich verboten, die Barriere zu überklettern. Danke für diesen hilfreichen Hinweis. Aber wo sollen sie gehen?
    - Radfahrer müssen durch die Baustelle. Der blaue Lolli gebietet es. Aber vorher wird jeglichem berädertem Verkehr die Durchfahrt verboten. Wo sollen die Radfahrer aber fahren? kein Hinweis.
    - Tempo-30-Zone ist aufgehoben. Alle dürfen wieder 50 fahren. Aber wo lang?

Zu Bild 2
    - Hinten steht wieder der blaue Lolli. Dort muss ich lang fahren? Aber wie komme ich dorthin? Überall nur hohe Bordsteinkanten.
    - Bin ich dann doch dort angekommen, darf ich nur rechts abbiegen. Da will ich aber nicht hin.

Fazit

    Ich gehe zur Telefonsäule (siehe Bild 1) und rufe bei der Stadt an. Vielleicht wird mir ja dort geholfen.

Bin ich froh, dass ich den 'Wahnsinn' bald andernorts erfahren darf.
 
Noch ein Dankeschön zum Schluss

Letzte Woche kam ich mal wieder durch die Heinrich-Groos-Straße. Die Umlaufsperre ist entschärft, der Bordstein an der Otto-Vesper-Straße abgesenkt. Gut zwei Jahre hat es zwar gedauert, aber immerhin. Die ersten Fotos hatte ich im Februar 2016 dort geschossen.
Bilder im folgenden Artikel:

Hindernisse für Radfahrer

Umlaufsperre beseitigt

Umlaufsperre Heinrich-Groos-Straße

illoshöhe
Osnabrück, Heinrich-Groos-Straße (Zur Illoshöhe) (foto © 2018-04 ul)

Wer von der Stadt kommt, nach Hellern will und dabei verkehrsreiche Straßen vermeiden will, nutzt oft die zum Radverkehrsnetz II gehörende Route über Heinrich-Groos-Straße und Eselspatt. Dabei wurde man bisher von einer Umlaufsperre und einem nicht abgesenkten Bordstein aufgehalten.

Umlaufsperre entschärft und Bordstein abgesenkt

Beide Hindernisse wurden zwischenzeitlich beseitigt. Bei der Umlaufsperre wurde eine Barriere abgebaut, und der Bordstein wurde abgesenkt, sodass man die Verbindung zur Otto-Vesper-Straße nun ungehindert befahren kann. Ein dickes Dankeschön an die Stadt Osnabrück.

Lästige und oft gefährliche Kanten behindern Radverkehr

Gefährlich bleibt es für Abbieger Richtung Eselspatt. Hier lauert nach wie vor eine versteckte Kante: Siehe rote Markierung im Foto. Leider gibt es noch zahllose weitere Querpflasterungen wie diese im Zuge von Radwegverbindungen im Stadtgebiet. Sie sorgen allzu oft dafür, dass man sich mit dem Fahrrad nicht ungehindert fortbewegen kann. Beispiel: Übergang von der Fahrbahn der Rotenburger Straße auf den weiterführenden Radweg zur Buerschen Straße. Dort folgt in Fortsetzung obendrein eine gefährliche, eckig ausgeführte Pflasterung um einen Baum herum.

Warum passiert hier so wenig zur Zeit?

Ganz einfach: Wir ziehen um


Manch einer wird sich schon gewundert haben, warum hier so wenig passiert in letzter Zeit? Ganz einfach: Wir stecken mitten im Umzugsstress, denn wir verlassen Osnabrück und ziehen weiter Richtung Norden in ein kleines Städtchen im Bremer Umland. Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht. Aber wir wollen gern unsere Enkel begleiten, während sie heranwachsen, und sie nicht nur bei gelegentlichen Besuchen drei oder vier Mal im Jahr sehen.

Nach langem Suchen haben wir wieder ein Haus gefunden, in dem wir uns wohl fühlen werden. Ein großer Trost dabei: In unser Häuschen hier in Osnabrück haben sich zwei junge Osnabrücker verguckt, die es mit Leben und Kinderlachen füllen wollen.





Wir haben auf unserer Website oft beispielhaft auf Missstände hingewiesen, die uns insbesondere als Radfahrer betroffen haben. Dennoch: Osnabrück ist eine lebenswerte Stadt bei allen Problemen, die der urbane Verkehr in seiner derzeitigen Form mit sich bringt. Das wird einem erst richtig bewusst, wenn man auf dem Absprung ist. Wir stoßen bei jeder Radtour, jedem Stadtbummel auf neue Details, wie die neue Brücke im Zuge des Haseuferweges. Wir entdecken Lokale neu, die wir bisher noch gar nicht kannten oder die wir lange nicht mehr besucht hatten. Von einem Restaurant in der Altstadt aus ist denn auch das 'Kugelbild' geschossen worden.

Technik: Routen, Tracks, gpx, kml & Co.

Navigation am Fahrrad

Wenn man in Tourenportalen nach Touren Ausschau hält oder selbst am PC eine Tour ausarbeitet, wird man oft gefragt, ob man das Ergebnis als Route oder Track speichern will. Routen oder Tracks stellen beide eine Verbindung dar von A nach B, auch über C oder D. Was ist nun der Unterschied zwischen Route und Track?

Route
Bei einer Route versucht das GPS-Gerät in der Regel, diese Strecke selbständig an die installierte Karte anzupassen, um daraus Abbiegehinweise abzuleiten. Es kann dadurch die Strecke erheblich verändern. Man fährt also unter Umständen ganz anders ...

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Technik, Vorschriften

Beleuchtung an Fahrradanhängern

light
Neue Beleuchtungsvorschriften für Fahrradanhänger

Radfahren mit Anhänger soll sicherer werden, vor allem bei Dunkelheit. Deshalb gelten seit dem 1. Januar 2018 strengere Vorschriften für die beleuchtungstechnische Ausstattung von Anhängern an Fahrrädern. Sie sind in der Straßenverkehrs-Zulassungsordnung (StVZO) gesetzlich festgeschrieben.

    Fahrradanhänger, die breiter als 60 cm sind
  • müssen vorn mit zwei weißen Reflektoren ausgestattet sein, und zwar mit einem Abstand von höchstens 20 cm zur Außenkante.
  • müssen hinten zwei rote Reflektoren der ...
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Ganzjahresradler seltener krank und besser drauf, also

Auch im Winter radfahren

ganzahresradler

Nur ganzjähriges Radfahren ist so richtig gesund, also auch im Winter mit dem Rad zur Arbeit
(foto © 2010-12-10 ul)

"Radfahren ist gesund", so die landläufige Meinung. Eine Studie* hat nun ergeben, dass reine Sommerradler genauso häufig wegen Krankheit am Arbeitsplatz fehlen wie Autofahrer oder ÖPNV-Pendler, nämlich mehr als 5 Tage im Jahr. Nur wer das ganze Jahr hindurch mit dem Rad oder zu Fuß zur Arbeit kommt, ist tatsächlich weniger häufig und weniger lange krank. Auch der Body-Mass-Index (BMI- oder "Speck"wert) liegt bei ihm niedriger. Entsprechend ist das Wohlbefinden bei Ganzjahresradlern am höchsten.

Das Foto oben ist allerdings nicht auf dem Weg zur Arbeit entstanden, sondern zeigt zwei Mountainbiker im Dezember 2010, die den verkommenen Weg südlich der ehemaligen Limberg-Kaserne in Osnabrück im Tiefschnee zu meistern versuchen. Bei derartigen Witterungsverhältnissen darf allerdings auch der Ganzjahresradler mal auf andere Verkehrsmittel ausweichen, was dann wahrscheinlich auch besser für seine Gesundheit ist.

In diesem Sinne wünschen wir allen Besuchern unserer Website einen guten Rutsch.

    * Quelle: Studie "Mobilität und Gesundheit" von Juliane Kemen in Zusammenarbeit mit EcoLibro und der Goethe-Universität Frankfurt am Main

Ausgezeichnet? Ja, aber fahrradfreundlich? Nein! *

Winterdienst auf Osnabrücks Radwegen

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Hamburger Straße
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Bahnunterführung Hbf
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Nordhausweg
Beispiele für nicht geräumte Radwege (am Morgen des 11. Dezember):
Gefährlich vor allem die Brücken, auch noch Tage nach Schneefällen

* Gerade erst wurde die Stadt Osnabrück für fünf Jahre als "Fahrradfreundliche Kommune Niedersachsen" zertifiziert. Wer hier täglich mit dem Fahrrad fährt, dem erschließt sich leider nicht so ganz, wofür diese Auszeichung verliehen wurde. Für einen wirkungsvollen Winterdienst...

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Bramscher Straße - Hansastraße (B68)

Weiter ohne Schutz über vierspurige Straße

rvk
Radfahrer müssen auf aufmerksame Autofahrer und auf ihr Glück vertrauen:
Stadt verweigert weiterhin eine Ampel (LSA) zur Querung der Hansastraße (B68)

(foto © 2017 ug)

Es ist und bleibt ein Skandal: Wer mit dem Fahrrad stadteinwärts in die Bramscher Straße abbiegen will, muss zusehen, wie er über die vierspurige Straße kommt. Eine Querungshilfe sucht er hier vergebens. Daran hat sich auch nach dem Ausbau der Römereschstraße nichts geändert. Während dort modernste Technik eingesetzt wird, um die Grünphasen zugunsten der Radfahrer zu steuern, soll hier eine LSA, die mit der Anlage an der Kreuzung Römeresch-/Hansastraße gekoppelt ist, technisch nicht machbar sein.

Fußgänger können bereits an der Kreuzung Haster Mühle ...

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Verschmutzte Radwege

Rutschbahn über den Gattberg (L87)

gattberg Radweg an der Icker Landstraße wieder gefährliche Rutschbahn

Bereits im letzten Herbst und Winter hatte sich der Radweg an der Icker Landstraße zwischen Belm und Icker streckenweise in eine Rutschbahn verwandelt. Nasses Laub bedeckte ihn dort, wo er durch den Wald führt. Anscheinend fühlte sich niemand verantwortlich dafür, den gefährlichen Belag zu beseitigen.

In diesem Jahr scheint sich das Spiel zu wiederholen. Am 23. November ist das Foto oben entstanden. Der Radweg ist wiederum vollkommen mit Laub bedeckt ...

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Fahrradtechnik

Pedersen-Pionier Kalle Kalkhoff gestorben

pedersen kalkhoff
Pedersen-Räder - Neu oder alt: Die Ausstattung variiert, das Prinzip bleibt gleich (foto © )
Zum Weiterlesen in das Bild klicken

Wer sich je für Pedersen Fahrräder interessiert hat, kennt Kalle Kalkhoff aus Oldenburg. Der Fahrradenthusiast und Menschenfreund hat mit dafür gesorgt, dass die markante und bequeme Konstruktion aus dem 19. Jahrhundert weltweit wieder viele Liebhaber gefunden hat. Wir wir erst jetzt erfahren haben, ist Kalle Kalkhoff am 20. September dieses Jahres gestorben.

Es war ein schwerer Unfall, der ihn mit dem Pedersen-Fahrrad in Berührung brachte. Kalle Kalkhoff musste nach einem Zugunglück das linke Bein amputiert werden. Der Versuch, nach seiner Genesung wieder aufs Fahrrad zu kommen, blieb für ihn eine Tortur – bis ...

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Osnabrücker Rundweg

Gefährliche Kreuzung

Hörner Bruch: Kreuzung Hörner Weg, Im Dütetal, Am Lindlager Berg

hörner bruch
Hier ist äußerste Vorsicht angesagt (foto © 2017-08 ul) - Zum Weiterlesen in das Bild klicken

Seit der Weg Am Lindlager Berg längs der Bahnstrecke nach Hasbergen mit einer gut befahrbaren Asphaltdecke versehen ist, hat er sich zu einer gern benutzten Radwegverbindung nach Hasbergen gemausert. Außerdem führt der Radweg rund um Osnabrück hier entlang und damit über diese Kreuzung mit dem Hörner Weg ...

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Landkarten, Routenplaner...

ADFC stellt Tourenportal ein

adfc
ADFC stellt Tourenportal ein (foto © 2017-10 ul)

Seit gut zehn Jahren betreibt der ADFC sein Tourenportal auf www.adfc-tourenportal.de. Nun soll dieser viel und gern genutzte Service eingestellt werden ...

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Pilgerweg Loccum - Volkenroda 1

Wandern Wandern auf den Spuren der Mönche des Klosters Volkenroda von Dransfeld (Adelebsen) nach Mühlhausen (fotos © ul 2016-03-26)
Zum Weiterlesen oder für weitere Bilder klick hier oder auf das Foto ...

Pilgerwanderung von Adelebsen nach Mühlhausen

In diesem beitrag berichten wir über unsere erste Pilgertour, für die wir uns einen Teil des Weges ausgesucht haben, den die Mönche des Klosters Volkenroda in Thüringen jedes Jahr zurückgelegt haben, um ihre Neugründungen bis Loccum in Niedersachsen zu besuchen.

Anreise nach Adelebsen

Wir starten um 6:44 Uhr bei Sonnenaufgang mit dem Bus zum Hauptbahnhof in Osnabrück. Es regnet leicht. Die Bahnfahrt wird mal wieder spannend mit Problemen auf der Hin- wie auf der Rückfahrt. Davon mehr im Beitrag.

Tag 1 · Adelebsen - Dransfeld

In Adelebsen erholen wir uns vom Bahnstress beim Bäcker im REWE bei Brötchen, Kaffee und Kuchen. So gestärkt starten wir um halb zwölf. Das Wetter hat sich auch gebessert. Ab und zu kommt sogar mal die Sonne raus. Zum Glück haben wir nur eine kurze Etappe vorgesehen. So erreichen wir bereits nach 12 Kilometern unser Ziel, den Ferienhof Hühne am Ortsrand von Dransfeld. Wir sind froh, denn inzwischen ist es kalt und ungemütlich geworden bei leichtem Nieselregen. Aber auch im Zimmer ist es eisig kalt. Es gab wohl ein Missverständnis. Unsere Gastgeberin hatte eine Woche früher mit uns gerechnet. Wir flüchten in das Hotel Krone im Zentrum. Dort ist es warm und es gibt was Gesundes auf den Teller: Schnitzel und Fritten. Dazu tschechisches Krusovice. Wir fühlen uns fast wie auf unserer Elbe-Radtour in Tschechien ...

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Radfahren an kleineren Flüssen

Ein Wochenende an der Fuhse

fuhse
Blick von der Brücke der ehemaligen Eisenbahnlinie Celle-Gifhorn auf die Fuhse bei Celle (foto © 2010-05 ul)

Radeln entlang der Fuhse, das heißt sich auf ein Wechselspiel zwischen Zeugnissen der Industriegeschichte, kulturellem Erbe und idyllischer Landschaft einzulassen. In besonderem Maße trifft das auf die Abschnitte zwischen Salzgitter-Bad und Peine zu. Industrievergangenheit kommt eher auf leisen Sohlen daher. Man muss manchmal genau hinschauen, um zum Beispiel die sich verlierenden Gleise einer Industriebahn im Gras zu entdecken. Vergangenheit ragt hier nicht so machtvoll auf wie die verrosteten Reste der Stahlschmieden im Ruhrgebiet...

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