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Wanderungen um Verden

Lintelner Geest

 


Blaue Route

blau Schmomühle Gerade wurde die Galerie erneuert. Im Müllerhaus nebenan gibt's Kaffee und Kuchen, wenn man Glück hat (© ga&ul 01.2021)

Lintelner Geest: Zwischen Wald und Geesthöhen

Diese Wanderung folgt der blauen Route des 'Natur- und Kulturpfades durch die Lintelner Geest', allerdings mit zwei eigenen Erweiterungen nach Norden und Süden. Diese 'Pfade', drei an der Zahl, wurden Ende des letzten Jahrhunderts kreiert. Dementsprechend sind die Informationstafeln auch schon etwas in die Jahre gekommen. Eine Ausschilderung gibt es nicht, GPS-Tracks auch nicht. Die haben wir uns nach der Karte im Informations-Flyer selbst erstellt, der übrigens das einzig verfügbare Infomaterial ist. So wurde es dann eine abwechslungsreiche Runde, auf der wir viel über Kultur und Natur am Wegesrand erfahren haben. Sehenswert: Die Schmomühle, die Matthäus-Kirche in Brunsbrock, die Gewächshausanlagen in der Gärtnersiedlung und die schönen Aussichten auf unserer selbst kreierten Nordschleife.

    Anfahrt
    Auto: L171/K22 von Verden
    Bahn: Die Bahn fährt leider ohne Halt an den Dörfern vorbei !
    Bus Keine für eine Wanderung sinnvollen Verbindungen !
 
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Bendingbostel
Wir starten vom Parkplatz an der Kreisstraße zwischen Brunsbrock und Bendingbostel, nachdem wir uns das hier errichtete Hammerstein-Denkmal angeschaut haben. Freiherr von Hammerstein war laut Inschrift als Staatsminister verantwortlich für die Gewässerregulierung dieser Region. Die Wanderung fängt 'gut' an: Es gibt weder Rad- noch Fußweg an der Straße nach Bendingbostel und auch keine Alternative. Doch an diesem Samstag nachmittag waren es gerade mal zwei, drei Autos, die uns entgegenkamen.
In Bendingbostel fällt gleich der kleine Dorfladen ins Auge, der Lintler Laden. Er versorgt die Menschen vor Ort mit den lebensnotwendigen Dingen und auch wir könnten uns verpflegen. Doch wir haben vorgesorgt. Es sind noch Corona-Zeiten: Einkehrmöglichkeit gibt es nicht.
Nachdem wir am Laden vorbei sind, schauen wir etwas verwirrt auf unser Navi ob der vielen sich verzweigenden Straßen. Doch der Stadtweg ist dann die richtige Wahl. Wir biegen allerdings in die historische Straße mit herrlich buckligem Kopfsteinpflaster ein, weil wir weiter nach Süden über die Landesstraße hinaus laufen wollen. So sehen wir die Gärtnersiedlung nur von hinten. Aber auch so ist sie noch beeindruckend. Allerdings finden wir an unserem Weg natürlich keine Informationstafeln. Die stehen auf der anderen Seite.

 
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Südschleife über Kohlenförde
Auf dem weiteren Weg queren wir die Landesstraße von Verden nach Schneverdingen und laufen auf der anderen Seite unseren Südbogen durch den Wald. Der zweite Waldweg nach rechts führt uns an einem riesigen Spargelfeld entlang zum Hof Neuenkrug. Wir gehen an ihm vorbei, queren den Gohbach und landen an einer Kreisstraße, wieder mal ohne Fußweg. Aber auf der Berme lässt sich das kurze Stück bis zur Kreuzung in Kohlenförde ganz gut bewältigen. Rechts befindet sich das zur Zeit ebenfalls geschlossene Gasthaus Kösters, ein typischer Kreuzkrug.
Gegenüber kommen wir auf einem Asphaltsträßchen an den Brunsbrocker Sportanlagen vorbei. Kurz darauf erreichen wir den großen, alten Hof Huxhall. Wir würden jetzt gern eine Rast einlegen. In Ermangelung anderer Sitzgelegenheiten nehmen wir auf einem frisch abgesägten Baumstumpf Platz. Dass bei der Schmomühle eine richtige Sitzgruppe mit Tisch und Bank auf uns wartet, ahnen wir hier allerdings nicht.
Dennoch. die Pause ist erholsam, und mit frischer Kraft wandern wir nun auf dem Asphaltweg weiter auf Schmomühlen zu.

 
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Schmomühle, Nordschleife und Rückweg
Im Ort biegen wir gleich rechts ab zur namensgebenden Schmomühle. Sie ist einst als Wassermühle am Schmobach entstanden. Da dieser nach der Gewässerregulierung (unter Frhr. v. Hammerstein) zu wenig Wasser führte, und die Gebäude ohnehin in schlechtem Zustand waren, errichtete man oberhalb auf der Geest einen Galerieholländer. Diese Windmühle steht heute noch dort und wird offenbar vorbildlich instand gehalten. So hat sie gerade eine neue Galerie erhalten. Das Café im benachbarten Müllerhaus bleibt uns leider verschlossen. Es hat ohnehin nur am Sonntagnachmittag geöffnet. Dann sorgen dort ehrenamtliche Kräfte für Kaffee und Kuchen.
So machen wir uns also bald wieder auf den Weg. Der neue Lintelner Kirchweg läuft an der Mühle vorbei. Er verbindet die Dörfer von Groß Sehlingen bis Klein Linteln mit dem Kirchlinteln, in dem früher die einzige Kirche weit und breit stand. Wir betreiben also wieder einmal Wirbelsäulengymnastik und genießen das bucklige Kopfsteinpflaster. Es begleitet uns bis auf die Anhöhe vor Klein Sehlingen. Dort queren wir die Asphaltstraße, die heute dieses Dorf mit Brunsbrock verbindet, laufen noch ein Stückchen weiter und biegen dann rechts in einen Wiesenweg ein. Dieser führt im Bogen auf die Bahnstrecke und auf Brunsbrock zu.
Im Ort treffen wir wieder auf 'unsere' Kreisstraße 22. Vom Dorfkern aus laufen wir - wieder ohne Fußweg an der Straße - durch ein Waldstück, bis wir vor uns den kleinen Parkplatz am Gohbach entdecken. Hier wartet Herrn Hammersteins Denkmal und unser Auto auf uns.

 
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Fazit
Diese Runde lebt von den Dörfern, durch man kommt. Aber auch der Wechsel von Anhöhen, und Bachtälern, von Wiesen- und Waldwegen oder historischen Sträßchen lässt die Tour nie langweilig werden. Alle Wege sind bis auf ganz wenige Ausnahmen gut begehbar trotz des feuchten Januarwetters. Festes Schuhwerk ist dennoch sehr zu empfehlen, schon wegen der längeren Kopfsteinpflaster-Strecken. Für Familien mit kleineren Kindern ist die Runde auch in der originalen kurzen Variante nicht geeignet wegen der Passagen an Landstraßen ohne Fußweg. Große Höhenunterschiede gilt es nicht zu bewältigen. Die Anstiege sind sehr moderat.

ug 2021-01-15

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