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Fahr Rad - Entdecke die Welt neu

Dynamos -
Dauerproblem oder gibt es Alternativen ?

Jeder kennt das Problem:*
Es ist dunkel, es regnet, der Weg wird matschig, das ohnehin zu schwache Licht beginnt auch noch zu flackern, verlöscht zeitweise ganz. Der verflixte Dynamo streikt mal wieder.

  • Wollte ich nicht schon längst dieses Problem angehen?
  • Doch wo könnte die Lösung liegen?
  • Gibt es überhaupt was Besseres als diese kleine Höllenmaschine,
    die das Radfahren zur Schwerarbeit werden läßt?

Doch, es gibt andere Möglichkeiten. Wir wollen hier eine kleine Übersicht geben, von der brauchbaren Lösung in herkömmlicher Form bis zur (fast) perfekten leichtgängigen Lichtmaschine für den, der bei jedem Wetter fast jeden Weg mit dem Rad erledigt. Damit wird auch schon deutlich, dass es verschiedene Kriterien gibt, nach denen man sich für den einen oder anderen entscheiden kann. Die wichtigsten:

  • Wie viel will oder kann ich ausgeben?
  • Kann ich den Dynamo selbst einbauen oder muss das Fahrrad in die Werkstatt?
  • Wie oft und unter welchen Unständen setze ich mein Rad ein?

*   Naja, inzwischen hat sich dieses Problem fast verflüchtigt, sind doch fast alle neuen Stadt- und Tourenräder mit Nabendynamos ausgerüstet.

 

Grundsätzlich lassen sich Dynamos inzwischen in drei Gruppen und fünf verschiedene Grundtypen einteilen:

  • Antrieb durch Reibung
    • Seitenläufer - die klassische Form: Antrieb durch Reibung an Reifenflanke oder Felge
    • Walzendynamos - sie werden von der Reifen-Lauffläche angetrieben
  • Antrieb mit kraftschlüssiger Verbindung
    Funktionieren jederzeit auch bei schlechten Umgebungsbedingungen: Regen, Schnee, Matsch oder Frost:
    • Speichendynamos - Antrieb durch Einklinken in die Speichen
    • Nabendynamos - ständig mitlaufend oder zuschaltbar
  • NEU: Berührungsloser Antrieb
    Funktionieren auch bei schlechten Umgebungsbedingungen wie Regen oder Frost. Bei Schnee oder Matsch kann sich selbiger am Dynamo stauen:
    • Wirbelstrom-Felgendynamos - ständig aktiv, berührungslos
  • Technische Grundlagen
    Hier finden sich Links zu Artikeln des Online-Fahrradmagazins fahrradzukunft, in denen
    • den Grundlagen der verschiedenen Dynamotypen auf den Grund gegangen wird.
  • Stromversorgung, Laderegler
    Hier finden sich Links und Informationen zu
    • verschiedenen Reglern, die den Stromfluss aus dem Nabendynamo für Smartphones und Navigationsgeräte nutzbar machen.

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1. Antrieb durch Reibung

Seitenläufer-Dynamos

Bei den Seitenläufern gibt es inzwischen Modelle mit sehr hohem Wirkungsgrad, das heißt die hinein gesteckte Muskelkraft kommt zu mehr als 30% als elektrische Energie wieder heraus (beim Dymotec S6 sogar fast 60 %, allerdings zum stolzen Preis von 90 - 100 Euro).

Ihr großer Vorteil: sie lassen sich leicht einbauen oder austauschen.

Dennoch bleibt immer ihr grundsätzlicher Nachteil: bei Schnee oder Matsch versagen sie mehr oder weniger. Erhöht man den Anpressdruck, um diesen Nachteil auszugleichen, steigt der Kraftaufwand, um sie zu betreiben.

Velogical Felgendynamo

Es gibt doch tatsächlich noch Entwicklung bei den Seitenläufern: VELOGICAL hat den Seitenläufer-Dynamo neu erfunden, ein extraleichtes High-End-Kraftwerk im Miniaturformat. Seine Reibfläche ist nicht der Reifen sondern die ebene Bremsflanke der Felge. Seine Merkmale:

    + extremer Leichtlauf (arbeitet unterhalb der Wahrnehmungsschwelle)
    + Minimalgewicht im Miniaturformat ∅ 75 g (je nach Halter)
    + sehr hoher Wirkungsgrad (> 60 - 75 %)
    + modernste Magnetwerkstoffe
    + ressourcenschonender Rohstoffeinsatz
    + durchrutsch-sicher auch bei Nässe dank optimaler Kontaktflächen
    + abschaltbar (durch Abklappen)
    + nachrüstbar und universell kombinierbar
    + konzipiert für alle Felgen mit Bremsflanke
    + für LED-Fahrradlampen mit integriertem Überspannungsschutz
      Bei Einbau des zusätzlichen Überspannungsschutzes "SM-DH10A"
      von Shimano kann jede LED-Fahrradlampe verwendet werden.
    - hoher Preis: 150,- EUR
    Weitere Informationen hier.

Walzendynamos

Hier gelten in etwa die gleichen Nachteile wie beim Seitenläufer. Sie haben ihnen gegenüber den Vorteil, dass sie leichter laufen, weil doppelt gelagert. Da sie unter dem Tretlager an der Ständerhalterung angebaut werden, liegen sie allerdings in einem Bereich, der stark von aufwirbelndem Wasser und Schmutz betroffen ist.

Inzwischen hat es sich ausgewalzt! Das letzte regulär lieferbare Modell, der Union 8601, lange Zeit noch zu haben bei veloplus in der Schweiz, ist dort nun auch nicht mehr im Bestand. Außerdem waren Walzendynamos auch nicht gerade billig: zwischen 34 und 70 Euro und zuletzt nur noch hier zu bekommen. Wie gesagt waren!

Kaum zu glauben, aber Totgesagte leben bekanntlich länger, aber ewig auch nicht. Ende 2015 gab es tatsächlich noch einen Walzendynamo, den Union 9501, sogar in Kombination mit einem Scheinwerfer. Für den Anbau müsste allerdings das Schutzblech kastriert werden. Außerdem: Wer will wirklich noch einen Halogen-Scheinwerfer?       Leider inzwischen auch ausverkauft.

Sinnvolle Alternative ist der Velogical Felgendynamo (siehe oben) oder - mit größerem Einbau-Aufwand - der Nabendynamo.

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2. Kraftschlüssiger Antrieb

Speichendynamos

AUFA Fer

Die günstigste Alternative zum Dynamo, der durch Reibung mit all ihren Problemen angetrieben wird, bietet der Speichendynamo. Es gab lange Zeit nur die Modelle von AUFA auf dem Markt für ca. 40,- Euro (6 Volt) bzw. 120,- EUR (12 Volt) - AUFA ist allerdings im Frühjahr 2008 in Konkurs gegangen, daher ist der AUFA Fer - Speichendynamo nicht mehr lieferbar. Ersatzteile gibt es zum Teil noch, und zwar hier (18/02/2016).
Inzwischen wurde die moderne Alternative entwickelt einschließlich USB-Anschluss. Mehr dazu unten.

Er läßt sich jederzeit nachrüsten: Laufrad ausbauen. Dynamo auf die Achse schieben, eventuell vorher eine Unterlegscheibe unterlegen, Laufrad wieder einbauen (bei Schnellspannvorrichtungen Montagemöglichkeit vorher prüfen), Kabel anschließen.

Er bietet einen hohen Wirkungsgrad, macht sich also beim Fahren kaum durch zusätzlichen Kraftaufwand bemerkbar, und läuft fast geräuschlos.

Die Vorteile auf einen Blick:

  • fast geräuschlos
  • schon bei geringen Fahrgeschwindigkeiten überdurchschnittliche Lichtleistung
  • einfache Selbstmontage
  • kein Reifenverschleiß. Kein Durchrutschen bei Nässe und Schnee
  • Gehäuse verschraubt, um gegebenenfalls Verschleißteile auszutauschen
  • kugelgelagert
  • ausgesprochen niedriges Gewicht: 270g
  • auch Ausführung für Montage am Hinterrad verfügbar

Der große Nachteil:
Er wird durch einen im Gehäuse eingebauten Riemen angetrieben. Dieser Riemen verschleißt (hält bei normalen Gebrauch etwa drei Jahre), ist aber als Ersatzteil jederzeit zu bekommen. Man muss allerdings schon Gefallen am Basteln mitbringen, um ihn auszutauschen.

Weiterer Nachteil:
Man muss anhalten, um den Dynamo in Gang zu setzen, indem man einen Mitnehmer in die Speichen einklinkt.

Sunup EcoDyn, MaxiDyn

Informationen über diese neu entwickelten Speichen-Dynamos gibt es hier . Er stammt aus Fernost von Sunup, und es gibt ihn in zwei Ausführungen:

  • Sunup EcoDyn 6V, 3W
    Dynamo mit Standard-Dynamokabel (ca. 125,- EUR)
    Dynamo mit zulässigen Standardwerten
    (USB-Ladekabel extra für ca. 25 EUR)
  • Sunup MaxiDyn 6V, 12W
    Dynamo mit USB-Ladekabel (ca. 230,- EUR)
    viel Power zum Betreiben von Smartphones, GPS etc, aber hier nicht zugelassen!
    Man bekommt ihn hier (ca. 280,- EUR).

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Nabendynamos

Shimano Dynamonaben

Die Nabendynamos von Shimano bietet einen guten Wirkungsgrad zu einem relativ günstigen Preis.

Sie kosten als Einzelteil je nach Ausführung von 30 bis 90 Euro, müssen dann aber noch in das Vorderrad eingespeicht werden. Neue Speichen schlagen also zusätzlich zu Buche. Meist empfiehlt es sich, dann auch gleich die Felge mit auszutauschen, die als Verschleißteil (durch die Felgenbremse) vielleicht ohnehin fällig wäre.

Alternativ gibt es komplette Vorderräder mit Nabendynamo und meist mit einem neuem Frontscheinwerfer mit Ein-/Aus-Schalter. Der ist nämlich nötig, damit das Licht nicht die ganze Zeit leuchtet und erhöhten Kraftaufwand fordert, zum Beispiel bei ZEG-Händlern im Set mit Beleuchtung für ca. 80 Euro oder über Suchmaschinen im Internet (Beispiel) ab 38,- Euro mit brauchbarer Felge (z.B. Rigida ZAC2000).
Den Nexus-Nabendynamo gibt es auch für Räder mit Scheibenbremsen.

Super-komfortabel wird die Geschichte in Verbindung mit einer Sensor-gesteuerten Lichtanlage. Der Dynamo liefert Strom, sobald es dem Sensor im Frontscheinwerfer zu dunkel wird. Kommen dann noch LED-Scheinwerfer mit Tagfahrlicht und LED-Rückleuchte mit Bremslicht (b&m) hinzu, haben wir die derzeit perfekte Beleuchtungsanlage am Fahrrad.

    Nachteile
  • Das Standardmodell ist mit Einfachdichtungen und relativ einfachen Lagern ausgerüstet. Wer also eine Vorderradnabe mit hochwertigen Lagern besitzt, muss hier Abstriche an Leichtgängigkeit hinnehmen oder die teurere Sportvariante wählen.
  • Shimanos Nabendynamos leisten dem Radler auch im Leerlauf Widerstand, erfordern also ständig einen höheren Kraftaufwand beim Pedalieren. Dieser Rollwiderstand wurde allerdings beim aktuellen Modell weiter verringert auf nunmehr 2,5 Watt. Ebenso wurde das Gewicht reduziert. Es liegt jetzt bei 490g für den neuen DH3N80 (Sportausführung) gegenüber 680g bei der älteren Ausführung DH3N72, fast 200g leichter !!!

Aktuelles Modell

Unbedingt darauf achten, dass man ein aktuelles Modell bekommt: DH3N20 mit Vollachse, DH3N30 mit Schnellspannachse (30 Euro). Für Vielfahrer kommen nur der etwas ältere aber noch erhältliche DH3N72 (ab 70 Euro) oder der aktuelle DH3N80 (90 Euro) in Frage. Sie sind mit doppelten Dichtungen und leichtlaufenden Lagern ausgerüstet. Neuerdings gibt es auch passend zur hochwertigen Getriebenabe Alfine den passenden Nabendynamo mit Scheibenbremsaufnahme DH-S500 (90 Euro), Gewicht mit ca. 650g wieder ziemlich hoch, jedoch lagertechnisch auf XT-Niveau.

Einen sehr schönen Überblick über die verschiedenen Modelle mit Preisen bekommt man bei Komponentix , leider nicht unbedingt die günstigsten Preise.

 

Renak Enparlite 2®

"Schön, schlank, leicht, sehr zuverlässig, aber etwas schwach auf der Brust [...] für Vielfahrer mit auf Gewicht optimierten Renn- oder Reiserädern":

Der Enparlite2 besitzt hochwertige Industrie-Kugellager. Im Leerlauf läuft er etwa genauso leicht wie eine hochwertige Nabe.

Nachteil:
Der Dynamo wird an der Nabe ein- und ausgeschaltet. Da er über ein Getriebe angetrieben wird, erzeugt er Laufgeräusche, und zwar um so mehr je schneller man fährt.

    Daten
  • 400 Gramm leicht
  • 100 % abschaltbar mit Ein- und Aus-Schalter
  • Wirkungsgrad über 50%
  • 9 mm - Vollachse
  • Preis ca. 70 Euro

 

SON - Schmidt"s Original Nabendynamo

"Besonders zuverlässiges Produkt für Vielfahrer. Mechanisch hochwertig konstruiert, (...) aber nicht nur das derzeit teuerste, sondern auch stärkste Produkt auf dem Markt. Der Hersteller verspricht eine Lebensdauer von 50 000 km."

Höchster Wirkungsgrad von allen beschriebenen Typen:
65% bei 15 km/h, 70% bei 20 km/h.
Wenn ich also die 3 Watt für das Licht aufbringen will, muss ich nur 4,6 Watt an Kraft zusätzlich auf die Pedale bringen (bei einem guten Seitenläufer mit 30 % Wirkungsgrad 10 Watt).

Inzwischen ist der "SON" auch der leichteste aller Nabendynamos: 390 g !!

Der "SON" ist sehr variabel für unterschiedlichste Räder einsetzbar. Es gibt ihn für verschiedene Radgrößen (auch für die kleinen 16/20"-Reifen von Liegerädern) sowie für unterschiedliche Speichenzahlen.

Einziger Nachteil:
Der hohe Preis. Der Dynamo allein kostet bereits zwischen 170,- und 240,- Euro. Eingespeicht gibt es ihn ab 220,- Euro.

Zur Übersicht lieferbarer Nabendynamos hier .

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3. Berührungsloser Antrieb

Wirbelstrom-"Dynamos"

Magnic Light iC aus Borgholzhausen (Germany)
Dirk Strothmann aus Borgholzhausen hat mit dem Magnic Light iC das erste berührungslose Dynamo-betriebene Fahrrad-Beleuchtungssystem entwickelt. Es benötigt keine zusätzlichen Komponenten an den Rädern. Die Energie wird von den sich drehenden Rädern ohne jede direkte Berührung und dadurch ohne jegliche Reibungsverluste gewonnen. Der Strom entsteht genau da, wo er gebraucht wird: Direkt in den Lampen selbst, und zwar durch Wirbelströme, die von extrastarken Neodym-Magneten erzeugt werden. Dank dieser neuen Technik können komplett geschlossene Lampen hergestellt werden, die ohne Batterien auskommen und ohne störende und anfällige Verkabelung, Lampen mit einer enormen Energieausbeute. Die LED liefern aus dem gewonnenen Strom eine hohe Lichtleistung von 139 Lumen.
Großer Nachteil: Magnic Lights sind nicht gerade günstig in der Anschaffung: ca. 125,- Euro für den einfachen Satz - ein Frontlicht, ein Rücklicht - und ca. 240,- Euro für den Doppelsatz.

 

Reelight - Fahrradlicht
Auch hier handelt es sich um ein kabel- und berührungsloses Lichtsystem. Die Energie für die LED-Lampen wird durch elektromagnetische Induktion erzeugt. Zwei kleine Magnete in den Speichen sorgen für Wirbelströme, mit denen die Fahrradlichtern betrieben werden. Sobald man anfährt, leuchten die Lichter auf. Man fährt also quasi mit Tagfahrlicht, was die eigene Sicherheit und das subjektive Sicherheitsgefühl enorm steigert. Die zusätzliche Kraft, die dafür aufgewendet werden muss, ist so gering, dass man sie nicht spürt. Reelights sind verlässlich hier zu bekommen.
Weniger verlässlich, dafür günstiger, kauft man sie hier.
Vorteil gegenüber Magnic Light: Sie sind bezahlbar. Der einfache Satz für vorn und hinten kostet ca. ca. 40 bis 60 Euro. Nachteil: Das Licht reicht im Stadtverkehr nicht aus. Allenfalls als Positionslicht geeignet. Außerdem müssen extra Magneten in die Speichen eingebaut werden.

ACHTUNG: Die Reelights sind als Beleuchtung im Straßenverkehr ungeeignet und gefährlich. Jede Leuchte im Straßenbild, selbst die Kerze am Tisch des Restaurants am Straßenrand ist heller als dieses Licht. Das birgt die Gefahr übersehen zu werden. Die eigene Sicht auf dunklen Parkwegen ist gleich der ohne Beleuchtung.
WICHTIGER HINWEIS: Im Gegensatz zu Bestimmungen in anderen Ländern sind sowohl Magnic Lights als auch Reelights als einzige Beleuchtung am Fahrrad im Sinne der deutschen StVZO nicht zugelassen!

 

4. Technische Grundlagen

Dynamotypen

Das Online-Magazin fahrradzukunft ist in mehreren Beiträgen der Technik verschiedener Dynamotypen auf den Grund gegangen. Bei Interesse hier nachlesen:

  • Nabendynamos im Test hier
  • Neue und 'exotische' Modelle im Test hier
  • Felgenläufermodelle bis zum modernen Magnic Light im Test hier
  • Walzendynamo mit nachgeschalteter USB-Stromversorgung hier

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5. Stromversorgung, Laderegler

- Laderegler und Auswertungs-App

Die Stromversorgung gibt es hier : Website

Den Machern von ist eine genialer Wurf gelungen.
Sie bieten nicht einfach nur einen weiteren Laderegler an - auch wenn dieser hier eine besonders ausgereifte Elektronik aufweist - sondern haben die Funktionalität sinnvoll erweitert:
Der Regler ist mit einem Pufferakku ausgestattet, besitzt einen barometrischen Höhenmesser und verschiedene Sensoren für die Aufzeichnung von Fahrrad-Aktivitäten (Tracking) oder für Tacho-Funktionen. Die Daten werden via Bluetooth an die App aus gleichen Hause gesendet, die auf iPhone oder Android - Handys installiert werden kann.
Die App hat es in sich. Sie läuft im Hintergrund - andere Apps können im Vordergrund aktiv sein - kann automatisch alle Aktivitäten aufzeichnen, jeden Meter den man fährt, höhengenau auf 0,4 Meter. Ergebnis ist ein Tourentagebuch, in dem die Fahrt zum Bäcker um die Ecke genauso wiederzufinden ist wie die letzte Urlaubsreise, und aus dem man die Daten in vielerlei Hinsicht herausfiltern kann.
Bei den Höhendaten wird laufend abgeglichen zwischen den barometrisch gewonnenen und den über GPS ermittelten Werten, so dass die Nachteile beider Systeme ausgeglichen werden. Ach, und die Herzfrequenz kann auch aufgezeichnet werden, wenn ein Pulsgurt mit Bluetooth zum Einsatz kommt. Dabei muss das Handy nicht einmal zu sehen sein. Es kann ruhig in der Tasche bleiben, wenn es nicht zur Orientierung per Karte benötigt wird.
Einziger Nachteil dürfte der hohe Preis sein. Doch wenn man einmal alle Funktionen berücksichtigt, für die man sonst mehrere Teile an seinem Lenker versammeln müsste, relativiert sich der Preis wieder.

    Technische Daten
    Ladefunktion
  • Eingang : 6 V - Fahrraddynamo
  • Ausgang : über USB-A-Buchse 5 Volt stabilisiert, 1 Ampere = 5 Watt (max. 7 Watt)
  • Pufferakku : Li-Ion 3000 mAh, versorgt Geräte im Stand, bei Pausen
  • Sensoren
  • Fitness-Tracking, Fahrrad-Computer und Navigation
    Datenübertragung zum Handy über Bluetooth
    Sensortyp 1: Strecke, Auflösung typ. 15 cm (Abhängig vom Raddurchmesser)
    Sensortyp 2: Höhe, Auflösung 0,4 Meter
    Sensortyp 3: Temperatur, maximale Abweichung -1° .. +3°
  • Mechanik
  • Montage : mit speziellen Kabelbindern waagerecht unter der Lenkstange
  • Schutzart : IP43
  • Maße : ca. 148 x 30 mm (Carbon-Rohr)
  • Anschlusskabel : spezielles Kabel zum Dynamo, USB-A-Kabel zum Gerät (liegt nicht bei)
  • Preis : 150,- EUR

 

kemo M172n - Laderegler ohne Pufferakku

Stromversorgung [kemo m172n] bei (Amazon)
oder direkt beim Hersteller

Erlaubt den Anschluss von Handys, Navigationsgeräten, PDAs, MP3-Playern usw. am Fahrrad-Dynamo. Der Laderegler hat eine USB-A Buchse. Dadurch können viele Ladekabel von diversen Geräten verwendet werden. Ein Ladekabel mit Micro-USB-Stecker liegt bei. Der Kemo-Laderegler in der neuen Version ist besonders leistungsstark: Er verträgt eine Eingangsspannung bis max. 70 V, die bei Nabendynamos bei sehr hohen Geschwindigkeiten durchaus auftreten kann. Die Ausgangsleistung beträgt abhängig von der Leistungsfähigkeit des Nabendynamos ca. 500 mA bis 800 mA.
HINWEIS: Für eine stabile Stromversorgung sollte man den Verbraucher (Smartphone etc.) nicht direkt am Regler anschließen, sondern eine Powerbank als Pufferakku zwischen schalten. WICHTIG: Die Powerbank muss gleichzeitig Strom abgeben und aufnehmen können. Die Zeichnung zeigt, wie das funktioniert.

    Technische Daten
  • Eingang : 6 V Wechselstrom vom Fahrraddynamo
  • Ausgang : über USB-A-Buchse ca. 5 V stabilisiert (±5%)
    max. 500 mA mit normalem Dynamo oder
    800 mA mit stärkerem Dynamo
  • Umschalter : Ladebetrieb USB-Buchse oder
    Fahrradlicht (beides gleichzeitig ist nicht erlaubt)
  • LED-Anzeige : leuchtet bei USB-Ladebetrieb auf
  • Montage : mit Kabelbindern an der Lenkstange
  • Maße : ca. 70 x 62 x 42 mm (ohne Schalter)
  • Anschlusskabel : USB-A auf Micro-USB (liegt bei)
  • Der Regler kann auch an Akkus von Elektro-Fahrrädern bei 24 - 36 V betrieben werden.
  • Preis : 30,- EUR

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Kompakt 0.7 Ah (= 22 Wh)

Ahead 2.25 Ah (= 22 Wh)

Kompakt 2.25 Ah (= 22 Wh)

Forumslader-App

Forumslader - Laderegler mit Pufferakku und Smartphone-App (zur Website)

Der Forumslader ist ein seit langem stetig weiter entwickelter Laderegler von bastelnden Radfahrern für Radfahrer. Die inneren Werte aber haben mit Bastelei überhaupt nichts mehr zu tun. Gewiss, sein äußeres Erscheinungsbild entspricht nicht hohen ästhetischen Anforderungen, aber hier präsentiert sich ein ausgereiftes Stück Elektronik, ein starker und moderner Lader für die autarke Stromversorgung auf langen Touren, auf Radreisen und an Alltagsrädern.
Die jüngste Automatik-Version (nebenstehend abgebildet in drei Ausführungen) passt sich automatisch dem Stromabgabeverhalten des Nabendynamos an und holt das Maximum an Energie aus ihm heraus. Der Lader ist leistungsstark genug, um auch moderne Smartphones und Tablets dauerhaft mit Energie für GPS, Routing und Display mit hoher Helligkeit zu versorgen.
Durch seine sehr kompakte Bauweise lässt sich der Automatiklader bei Fahrrädern mit 1 1/8"-Ahead-Vorbau in das Steuerrohr einbauen und bleibt dann unsichtbar bis auf den USB-Anschluss. Daneben lässt sich der Lader durch geänderte Akkuanordnung natürlich auch zu einem sehr kompakten Ladegerät für die Lenkertasche oder für andere Einbauorte (z.B. unter dem Sattel) aufbauen. Das Gerät ist vorgefertigt. Die SMD-Miniaturbauteile sind bereits auf der Platine verlötet. Es sind lediglich einige größere Bauteile einzulöten. Es ist also ein wenig elektronische und mechanische Bastelerfahrung gefragt. Gegen einen Aufpreis von derzeit 30,- Euro (02.2016) kann man den Lader nach Absprache aber auch fertig aufgebaut bekommen.
Preislich bewegt sich der Automatiklader auf demselben Niveau wie der anfangs vorgestellte 'beonbike'-Laderegler, bietet aber die ausgereiftere Elektronik und eine wesentlich vielseitigere App für Smartphones (nur Android).
Fazit: Wer ein wenig Bastelerfahrung auf dem Gebiet hat und einen kompakten Lader für das Ahead-Steuerrohr sucht, findet hier die derzeit beste verfügbare Lösung.

    Technische Daten
    Ladefunktion
  • Eingang : 6 V - Fahrraddynamo
  • Ausgang : über USB-A-Buchse 5 V / 1 A = 5 Watt (alternativ 5 V / 3 A = 15 Watt)
  • 12V Lichtausgang für Gleichspannungsscheinwerfer von E-Bikes
  • Pufferakku : verschiedene Versionen (Li-Ion 0.7 Ah 2,25 Ah), versorgt Geräte im Stand, bei Pausen
  • Status-LED : Anzeige von Energiebilanz und Ladestand des Pufferakkus
  • Schalter : nicht erforderlich, weil automatischer Laderstart, automatische Ladekontrolle etc.
  • Bluetooth (Option) für die Datenübertragung zum Smartphone
  • Ausgewertet, gespeichert und (bei Verbindung zum Smartphone) angezeigt werden unter anderem
    - aktuelle Geschwindigkeit
    - gefahrene Kilometer
    - Fahrtdauer
    - aktuelle Höhe, aktuelle Steigung
    - gefahrene Höhenmeter
    - max./min. Werte von Steigung und Tempo (jeweils tages- und tourbezogen)
    - Akkufüllstand
    - Verbraucherstrom
    - Dynamoleistung
    - Spannung der einzelnen Akkuzellen mit einer Genauigkeit von 5 mV
    und noch einge Daten mehr. Die Daten sind übrigens unabhängig von der App im Laders selbst dauerhaft gespeichert. Die App dient nur zur Anzeige im Smartphone. Verfügbar ist die App zur Zeit in den Sprachen Deutsch, Englisch und Niederländisch.
  • Mechanik
  • Montage
    Ahead-Versionen im Ahead-Vorbau, andere mit Gehäuse in der Lenkertasche oder außen am Fahrrad
  • Maße
    Lader 0.7 Ah : ca. 100 x 45 x 20 mm
    Lader 2.25 Ah : ca. 80 x 45 x 45 mm
  • Gewicht
    Lader 0.7 Ah : ca. 120 g
    Lader 2.25 Ah : ca. 210 g
  • Anschlüsse
    Kabel zum Dynamo, (12 V - Kabel ), USB-A-Buchse(n)
  • Einzelpreise Forumslader Automatik V5
    - Bausatz komplett (1A USB, incl. Akkus 0.7Ah = 5Wh) 110,- EUR
    - Aufpreis Grössere Akkus (2.25Ah = 20Wh) 12,- EUR
    - Aufpreis Option Bluetooth (nur bei Neubestellung möglich) 27,- EUR
    - Aufpreis 3A USB 17,- EUR
    - Aufpreis Lader fertig bestückt und betriebsbereit 30,- EUR
    - Versand (versichert) 6,20 EUR (DHL) bzw. 4,50 EUR (GLS)
  • Gerätepreise incl. Versand
    - ohne Bluetooth: von 114,50 bis 175,20 EUR
    - mit Bluetooth: von 141,50 bis 202,20 EUR

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Stromversorgung der einfachen Art

Akkupacks (auch Batteriehalter genannt) und Powerbanks gibt es in vielen Varianten. Die Akkupacks findet man in Auswahl bei Amazon. Es gibt sie auch mit 2mm-Stecker für ältere Nokia-Handys: Akkupacks, Powerbanks zum Beispiel bei Wattgeizer: Powerbanks. Wattgeizer liefert ausführliche Informationen zu jedem Artikel und beantwortet weitergehende Fragen, die man über ein einfaches E-Mail-Formular an die Firma senden kann.

Mit einem Akkupack oder einer Powerbank ist man unabhängig vom Dynamo. Tagsüber verschwindet er in der Lenkertasche oder wird mit Gummis am Lenker befestigt. Schon hat man genügend Reserven für einen langen Tag Fahrradnavigation mt dem Smartphone. Abends wird der Stromspeicher aufgeladen und ist am Morgen sofort wieder einsatzbereit. Dazu benötigt man zusätzlich ein Ladegerät für AA-Mignon-Akkus oder ein USB-Ladegerät, am besten mit zwei oder mehr Ausgängen, sodass man gleichzeitig Powerbank, Tablet und Smartphone aufladen kann.

Powerbank als Pufferakku für Laderegler
Einige Powerbanks eignen sich auch als Pufferakkus für Laderegler, die man an den Fahrraddynamo anschließt. Denn für eine stabile Stromversorgung sollte man einen Verbraucher (Smartphone etc.) nicht direkt am Regler anschließen, sondern eine Powerbank als Pufferakku zwischen schalten. Die Powerbank muss also gleichzeitig Strom abgeben und aufnehmen können. Das können zum Beispiel die Vivanco-Powerbanks PB 2600 BL oder PB 5200 BL. Wenn man sie im Web sucht, unbedingt die Produktnummern verwenden: 33898 oder 33899. Sonst erhält man Suchergebnisse für die einfache Baureihe ohne den Zusatz 'BL'. Sie bietet nicht die Entladen/Laden-Funktion! Die Zeichnung zeigt am Beispiel des Kemo-Ladereglers, wie man eine Powerbank als Pufferakku einsetzt.
Hier der Hinweis auf eine weitere Powerbank, die als Pufferakku bei der Stromversorgung über Nabendynamo und zum Beispiel Kemo-Laderegler verwendet werden kann: Albrecht Powerbank RiPB 8000, erhältlich hier (Globetrotter).

    Technische Daten Akkupack
  • Eingang : 4 Stück AA (Mignon) Batterien oder Akkus
  • Ausgang : 5 V Gleichspannung am Ausgang
  • Ein-/Ausschalter :
  • LED-Anzeige : leuchtet, wenn Ausgang eingeschaltet ist
  • Montage : in die Lenkertasche packen oder mit Gummis am Lenker befestigen
  • Maße : ca. 123 x 40 x 20 mm
  • Anschlusskabel : Micro-, Mini-USB oder 2mm-Stecker für Nokia
  • Preis : ca. 9,- EUR
     
  • Technische Daten Powerbank
  • Eingang : 5 V; Micro-USB zum Beispiel vom USB-Ladegerät
  • Ausgang : 5 V / 1 A, 5 V / 2,4 A (auch mehrere); USB-A
  • Ein-/Ausschalter :
  • LED-Anzeige : oft mehrstufige Anzeige, die den Fortschritt des Ladevorgang anzeigt
  • Montage : in die Lenkertasche packen oder mit Gummis am Lenker befestigen
  • Maße : 93 x 62 x 21 mm (Beispiel)
  • Anschlusskabel : Micro-USB (Eingang), USB-A (Ausgänge)
  • Preis : ca. 9,- bis ??? EUR (je nach Ausführung und Qualität)

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