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Wandern Mittelweser

Oyler Berg

oyle Waldgaststätte Oyler Berg - seit den 1870er Jahren von der Familie Straßburg geführt
(© ga&ul 2021-03)

Vom Oyler Berg zur Rolle

Wir sind dabei, uns die Region um Nienburg beiderseits der Weser als Wandergebiet zu erschließen. Den Anfang hat die Wanderung durch den Forst Krähe gemacht, nicht ganz so spannend. Heute geht es auf der anderen Flussseite weiter. Das Wesertal ist hier begrenzt von zum Teil fast bergigen Abhängen, die bis zu 90 Meter aufragen. Auf der anderen Seite geht der Ort in die Wesermarsch über, durch die wir auf der zweiten Hälfte der Tour bis zum Baggersee 'Die Rolle' wandern.

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Oyler Berg und Mühlenbach
Wir starten an dem Sträßchen, das am Hang entlang Oyle mit Lemke verbindet. Es geht direkt bergan auf einem kleinen Waldweg, der uns an den Oyler Mühlenbach führt. Wir überqueren jedoch den Bach nicht, sondern steigen direkt daneben hoch zu einem Pfad. Hier beginnt ein sehr idyllischer Abschnitt bis hinauf zur Quelle des Mühlenbaches. Dort oben ist es sehr feucht, und wir müssen uns um die nassesten Stellen herum unseren Weg suchen, bis wir wieder auf einem Forstweg auskommen.
Der Forstweg führt nun in einem leichten Bogen fast parallel zum Aufstieg zurück Richtung Weser. Mittendrin - rechts von uns liegen jetzt Äcker, über die man einen weiten Ausblick nach Süden hat - biegen wir schräg links ab. Der Weg führt abwärts, geht in einen Hohlweg über. Kurz bevor wir wieder auf den Hangweg treffen, biegen wir vor einem Gartenzaun rechts ab. Der Pfad, anfangs kaum noch erkennbar, führt wieder bergan, vorbei am Denkmal der Nds. Liedertafel auf einer Anhöhe. Von hier oben hat man einen schönen Blick auf Oyle und das Wesertal. Über Treppen geht es nun hinunter zur Waldgaststätte 'Oyler Berg', die seit den 1870er Jahren im Besitz der Familie Straßburg ist. Leider ist sie wegen der Corona-Pandemie zum Zeitpunkt unserer Wanderung geschlossen. Ansonsten lohnt es sich auf jeden Fall, hier einzukehren, vielleicht auch am Ende der Tour.

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Auf nach Bühren
Unser nächstes Ziel ist das Dörfchen Bühren. Dazu müssen wir erst einmal hinunter zur Bahn laufen. Von der Waldgaststätte aus geht es bergab durch den Ort auf die Hauptstraße zu. Vorsicht beim Überqueren. Die Landesstraße ist immer stark befahren. Zum Glück können wir die laute Piste schnell wieder hinter uns lassen und biegen ab in eine Weg, der parallel zur Bahnstrecke verläuft. Es geht wieder leicht bergan und oben an einer Sandgrube vorbei. Der Weg verläuft hier idyllisch durch ein kleines Waldgebiet, in dem Schnneglöckchen und die ersten Krokusse blühen. Sie sind hier wohl wie an vielen anderen Stellen auch, durch Gartenabfälle hingelangt.
Wir laufen nun immer am Waldrand entlang mit Blick auf die links von uns verlaufende Bahnstrecke und in die Wesermarsch, bis wir in Bühren ankommen. Den Ort selber heben wir uns für die nächste Tour auf, die von Bühren nach Liebenau führen soll. Wir queren hier die Bahnstrecke und nehmen die lange Gerade zur Weser unter unsere Sohlen. Ein paar Höfe noch, ein Wassergraben, dann sind wir in der Weite der Marsch angekommen.

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Wesermarsch mit Baggersee
An der Weser angekommen, wird erst einmal der Deich geentert, Weserblick genießen. Auf dem Deich geht es weiter, vor uns zahlreiche Wasservögel, überwiegend Wildgänse, die hier am Fluss grasen und im Uferbereich Gefiederpflege betreiben. Fremde Schwärme werden mit lauten Rufen gewarnt. Es dauert lange und braucht einige Runden, bis die 'Fremden' zur Landung ansetzen können. An der Badestelle am Baggersee, 'Die Rolle' genannt, legen wir eine Pause ein und dezimieren unsere mitgebrachten Vorräte. Mit leichterem Gepäck umrunden wir den Rest des Sees, um auf der anderen Seite wieder gen Oyle zu wandern. Wieder geht es lange geradeaus, dieses Mal unter Alleebäumen.

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Oyler Mühlenpfad
Vor dem Rittergut am Ortseingang von Oyle biegen wir rechts in einen Pfad ein, der um das halbe Dorf herum zurück zum Straßchen am Weserhang führt. Wie schön, dass es solche Wege immer noch gibt, und Orte, in denen man sich um deren Erhalt kümmert. Auf dem Pfad treffen wir schließlich auf die Bahnstrecke und den Weg, der schnurgerade von Kroge aus der Wesermarsch her kommt. Ihm folgen wir bis zur vielbefahrenen Landesstraße. Leider müssen wir ein Stück an dieser lauten Straße entlang laufen, bis wir links in den Kohlgarten abbiegen können, der uns wieder auf den Weg um das Dorf bringt. Rechts liegt die Straußenfarm Oyle. Vom Weg aus kann man also mit etwas Glück die großen Vögel beobachten.
Wo der sich am Mühlenbach dahin schlängelnde Weg wieder auf eine Straße trifft, liegen geradeaus gesehen ein paar schöne Fachwerkhäuser. Dabei handelt es sich um ein altes Mühlenensemble. Hinter dem rechten Gebäude dreht sich auch noch ein Wasserrad, das heute eine Turbine zur Stromerzeugung antreibt. Von der Mühle aus laufen wir zurück an einigen Fischteichen vorbei Richtung Berg, bis wir wieder auf das Sträßchen am Hang treffen. Nun noch noch ein kurzes Stückchen nach rechts, dann sind wir am Ausgangspunkt dieser schönen Wanderung angelangt.

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Fazit
Bewaldete bergige Hänge und flache, weite Wiesen - dieser Gegensatz macht den Reiz der Wanderung aus. Dazu kommen ein Rittergut, eine Wassermühle, die wunderschöne Waldgaststätte am Oyler Berg und immer wieder Wanderpfade, die den Berg hinauf führen oder das Dorf umrunden. Schöner kann man einen Ort und seine Umgebung kaum erkunden.
Wenn man die weiten Strecken durch die Wesermarsch weg lässt, kommt eine Strecke dabei heraus, die man auch mit Kindern hervorragend erwandern kann.
Noch ein Vorteil dieser Wanderregion: Man kann sie auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichen. Es gibt stündlich eine Bahn-/Bus-Verbindung von Bremen oder Hannover nach Oyle. Bei der Rückfahrt Richtung Bremen hat man allerdings eine Stunde Aufenthalt in Nienburg.
ug 2021-03-05

Zoombare Karte zu den Wanderungen

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