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Klosterbach

Neueste Harpstedter Glanzleistung: Drängelgitter


(c) 2018-12 ug

Aktuell: Ein Drängelgitter wurde demontiert... (2018-12-30)

Heute bin ich in Vorbereitung der neuen Saison mal wieder über die Klosterbach-Brücke zwischen Gräfinghausen und Klosterseelte gestolpert, im wahrsten Sinne des Wortes. Wir benutzen diese Verbindung mehrmals im Jahr, wenn wir Richtung Harpstedt unterwegs sind, da die alternativen Landesstraßen nördlich bzw. südlich dieser Brücke radweglos und nicht immer ungefährlich zu befahren sind. Dabei nehmen wir die für unsere fahrbaren Untersätze eigentlich ungeeignete Wegebeschaffenheit in Kauf. Eigentlich ist das aber auch ein allgemeiner Radweg, und Radwege befährt man normalerweise. Dafür werden sie ja schließlich gebaut und ausgewiesen.

    Im August hatte die Syker Kreiszeitung über diese Brücke berichtet. In dem Artikel heißt es:
    "Kreienhop [Leiter des Bauamtes der Stadt Bassum] verspricht einen baldigen Termin mit den Nachbarn in Harpstedt. „Dann sollte das Ganze den richtigen Weg gehen“, betont der Fachdienstleiter und bittet noch um etwas Geduld."
    (Quelle: https://www.kreiszeitung.de/lokales/diepholz/bassum-ort51127/wenn-bruecken-barrieren-werden-10149252.html)

Den aktuellen Stand kann man sich auf dem Foto oben anschauen. Ohne die Beschädigungen wäre der Durchlass max. 70 cm breit, für Fahrradanhänger unpassierbar. Selbst normale Räder wären nur schwer hindurch zu manövrieren, vor allem wenn sie mit Gepäck beladen sind! Schließlich laufen über diese Brücke vier Radrouten:
- Brückenradweg Bremen-Osnabrück
- Geestweg Bremen-Meppen und
- Grüner Ring Bremen (Marsch, Moor und Geest)
- Wildeshauser Geest Land-Route Stadt, Land, Moorgeflüster

Ist das jetzt der richtige Weg?
In dem Wörtchen "sollte" kommt ja schon eine gehörige Portion Skepsis zum Ausdruck.

Braucht es noch mehr Geduld?
Die Beschädigungen an den neuen Radfahrverhinderungssperren zeigen, dass einige keine Geduld mehr haben. Es wird wohl nicht mehr lange dauern, dann werden die Sperrbügel ganz abmontiert sein. Damit wäre dann unrechtes Handeln zu Recht rückgängig gemacht. Ich rede hier nicht dem Vandalismus das Wort. Aber was seit einiger Zeit den beräderten Benutzern der Brücke auf dieser wichtigen Wegeverbindung angetan wird, findet bei diesen wahrlich kein Verständnis mehr. Das fällt in die gleiche Kategorie wie die Umbauten im Bahnhof Bad Bentheim, die bekanntlich dazu geführt haben, dass Reisende nur noch über ein Fenster auf den Bahnsteig gelangen konnten, und mit denen der Ort bundesweit berühmt wurde.

Niemand will den Leiter des Bauamtes der Stadt Bassum hier für den derzeitigen Zustand verantwortlich machen. Der geht doch wohl eher zu Lasten der Samtgemeinde Harpstedt. Wir hoffen aber, dass er der Sache weiter bzw. erneut nachgeht, um auf eine für alle Beteiligten befriedigende Lösung hinzuwirken. Letztendlich muss diese wichtige Wegverbindung auch wieder behindertengerecht umgebaut werden. Rutschige Brücken entschärft man übrigens mit einem Feinsplitt-Belag und nicht mit Schildern. Die Niederländer machen uns das bei ihren Brücken mit Holzbeplankung vor. Man wird langfristig allerdings wohl nicht um einen Neubau der Brücke herum kommen.

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